

Nach ersten musikalischen Schritten an der Gitarre, entdeckte Judith Goldbach nach dem Abitur am Albert-Einstein Gymnasium in Böblingen ihre Leidenschaft für den Jazz und den Kontrabass.
Zunächst nahm sie Unterricht bei Karoline Höfler in Stuttgart, um dann zwei Jahre später ein Studium an der staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Mannheim bei Prof. Thomas Stabenow aufzunehmen. Dieses schloss sie 2008 mit Diplom und im Jahr 2010 mit dem
„Master of Music“ ab.
Die Praxis in Konzerten und auf Bühnen erspielte sie sich zunächst von 2004 bis 2006 im Landesjugendjazzorchester Baden-Württemberg unter der Leitung von Bernd Konrad. Als Mitglied von Peter Herbolzheimers European Masterclass Big Band konzertierte sie mit internationalen Jazzgrößen wie Ack van Rooyen, Herb Geller, Kenny Wheeler und Benny Golson. Verschiedene Konzertreisen führten sie durch Europa, in die USA und nach Kanada. Dort wurde ihr 2008 der IAJE „Sisters in Jazz Award“ verliehen, kuratiert von Nancy Wilson.
Seit ihrem Studium war sie zudem als Sidewoman in verschiedenen Jazzformationen aktiv, u.a. mit dem Musikkabarett-Duo „Fräuleinjazz“, der Tobias Becker Big Band, Bass hoch drei und der Kicks ´n Sticks Big Band. Außerdem wirkte sie in dieser Zeit bei verschiedenen Musical- und Ballettproduktionen mit u.a. am Nationaltheater Mannheim und im Alten Schauspielhaus Stuttgart. 2009 gründete sie ihre eigene Band.
2015 belegte Sie den 2. Platz beim Jazzpreis Baden-Württemberg.
Heute lebt und arbeitet Judith Goldbach in der Region Stuttgart. Neben der Mitwirkung bei anderen Projekten (WESlike, DEUCE, Women in Swing…) liegt ein wichtiger Schwerpunkt ihrer Arbeit derzeit auf ihrem eigenen Quartett, mit dem sie sich der Musik Béla Bartóks verschrieben hat. Sie komponiert und arrangiert und sucht unermüdlich neue Wege, um ihren musikalischen Ideen einen Rahmen zu geben. So gelingt es ihr immer wieder das Publikum zu begeistern und den Sound ihrer Band weiterzuentwickeln.Nach den beiden Alben „Reisetagebuch“ (JAZZNARTS RECORDS) und „Diary of a Fly“ (Synaudio), hat Judith Goldbach mittlerweile mit „Akrobat“ (NEUKLANG) ihre dritte Einspielung veröffentlicht und die Bartók-Trilogie abgeschlossen.